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Was unsere Kinder stark macht

Jesper Juul , Jan-Uwe Rogge u.v.a. Bestseller-Autoren aus dem Pädagogenkreis, haben schon des öfteren für unser Magazin geschrieben. Und wenn es um die kindliche Gesundheit ging, hat auch Prof. Dr. Grönemeyer gern sein bestes Wissen preis gegeben.

Nachfolgend haben wir für alle Eltern einmal wichtige Bausteine herausgegriffen, denn nicht moderne Eltern machen sich viele Gedanken über Erziehung & Fördermöglichkeiten sprich: „das Beste“ für ihr Kind. 

“In der kindlichen Erziehung kann man auf Vieles Verzichten, aber Weniges hilft wirklich!” weiß Jan Uwe Rogge. “Verzichten heißt zugleich aber auch, dass Schaden vermieden werden kann. Stattdessen lieber das Fördern was gut tut.” Und das früh genug, denn die Zeit

in der der elterliche Einfluss zunehmend geringer wird, lässt nicht lange auf sich warten…

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  • * Schlaf
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  • Laut einer Studie des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin in Mainz hat jedes vierte Grundschulkind zu wenig Schlaf. Also ganz klar: Ausreichend Schlaf. Kindergarten – und Grundschulkinder sollten gegen 19 Uhr in der Falle liegen. Denn schlafen hilft nicht nur bei der Regeneration des Körpers, sondern er hilft auch erlebte Eindrücke zu verarbeiten! 

* Fernsehen!?

Laut Studien und Erkenntnissen, die sich auch im FLIMMO (Fachzeitschrift für kindgerechten Fernsehkonsum) widerspiegeln, sollten Fernsehen und PC nicht tabuisiert werden, denn die meisten von uns nutzen ihn täglich. Aber, wie fernsehkinderder Gehirnforscher Manfred Spitzer schon zu recht feststellt, verändert der “Matsch aus Tönen und Bilder, die oft sogar nicht kongruent sind, das kindliche Gehirn, sein Bewusstsein, das Denken und Lernen nachhaltig.”  Von daher empfiehlt er sowohl auf Hörspiel-CDs, Fernsehen und ähnliches kpl. zu verzichten, bis das Kind ca. 7 Jahre alt ist und den wichtigsten Reifeprozess der Wahrnehmung / Sinne abgeschlossen hat. Auch größere Kinder sollten keinen eigene Fernseher aufs Zimmer kriegen, denn der Konsum in Art und Menge kann selten kontrolliert werden.

* Spielzeug

Bei der Frage nach dem richtigen Spielzeug gibt es viele Meinungen. Aber bei 3 Punkten sind sich Pädagogen und Spielforscher einig:

1.) a) Nicht überhäufen. b) Öfter mal Sachen in den Keller stellen und damit aus dem Blickwinkel schaffen. Irgendwann tauscht man es aus gegen anderes benutztes und setzt dann neue Reize mit dem selben Spielzeug. c) Öfter mal MIT den Kindern spielen, statt zu viel unbeaufsichtigte Spielzeit. 1 Std. am Tag ist allerdings voll ausreichend. Wichitger für Kinder ist es mitzubekommmen, dass die Eltern Verrichtungen von Erwachsenen zu erledigen haben. Das stärkt das kindliche Rollenverständnis.kind und natur

2.) Apopos Rollenverständnis: Kinder lieben Rollenspiele, denn die helfen beim Verarbeiten von erlebten Eindrücken und stärken die eigene Wahrnehmung und Positionierung im Leben. Zudem spielen Kinder am liebsten mit Naturmaterialien wie Stöckern, Blättern, Steinen die sie frei Ihrer Fantasie stets zu neuen Objekten auserkoren. Alles fertige und vorgeformte lässt die kindliche Fantasie oft ersticken. Zu guter letzt:

3.) Kinder spielen gerade deswegen auch gerne draußen in der freien Natur. Matsch, Schnee und Eis, Felder und Wälder rauher Wind, wärmende Sonne, Wolken am Himmel und der schwelgende verträumte Blick in die Ferne. All das stärkt unsere Kinder. Gerade in ballungszentren, an Strassen ist dies oft nicht möglich. Aber zumindest 1 x am Tag und besonders am Wochenende sollte aber Zeit sein mit dem Kind in die Natur zu gehen. Eingesperrt sein in Räumen erzeugt Druck. Freiheit in der Natur bedeutet sich ungehindert bewegen, rennen, toben zu können, Druck abzubauen. mache sie mal das Expeeriment: Wenn ihr Kind agressiv ist, nehmen Sie es bei der Hand und gehen für 5 Minuten um den Block. Wetten es ist danach oft wie ausgewechselt?!

* Lesen

eltern vorlesenVorlesen! Kinder mögen es ihre Fantasie einzusetzen. Statt Fernsehen (s.o.) sind Bücher Wimmelbücher, Entdeckerbücher u.ä. hervorragende Wegbegleiter beim Groß werden. Aber vor allem das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte finden Kinder ganz hervorragend. Und das schöne: Es holt uns Erwachsene auch nach einem mehr oder wneiger stressigenn Tag ganz schön runter, wenn wir neben den Kids liegen und vorlesen. Ein herrliches Ritual!

* Bewegung und Ernährung!

Wie oft sehen wir heutzutage immer mehr übergewichtige Kinder. Adipositas ist lange kein Fremdwort mehr. Viel zu wenig überlegen Eltern, was sie ihren Kindern verabreichen: Fastfood & Co. Zuviel Salz, Zucker (oder Zuckeraustauschstoffe), zuviel Fett und zuwenig Bewegung. Das geht auf Dauer nicht gut. Mehr Tipps dazu gibt es unter unserer Rubrik Gesundheit!

* Liebe und Anerkennung

22Dez09 022Jesper Juul weiß: “Ein NEIN! kann eine der größten Liebesbekundungen sein“. Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Und wie oft sagen wir Ja, obwohl wir nein meinen. Wie oft geben wir nach, weil es bequem ist. Das verunsichert Kinder, schadet ihnen. Denn sie brauchen Zuverlässigkeit und klare verbindliche Regeln. 350 Ge- und Verbote bekommt ein Kind pro Tag. Irre viel, finden Sie nicht auch!? Dann helfen Sie Ihrem Kind und unterstützen es so gut es geht. Und das hat nichts mit Zeit zu tun. Bewerten und Be- bzw. Verurteilen Sie ihr Kind nicht für Sachen die es nicht kann oder nicht gut genug macht. Das spürt es ohnehin selbst. Stattdessen Loben Sie es für gelungene Aktionen und vermitteln Sie unbedingt ein Gefühl: Ich liebe Dich, egal was du tust! Bedingungslos. Das ist wahre Liebe. Und danach sehen wir uns doch alle,- auch als Erwachsene, oder?

Zu guter letzt, denn die Liste liesse sich noch lange weiterführen, eines:

Wir alle sind Eltern. mal mehr, mal weniger. Und wir sind Menschen. Menschen die Fehler machen. Zeigen Sie mir diejenige Mutter oder denjenigen Vater der alles richtig macht.

So lange Sie sich aber täglich vornehmen ein gutes Beispiel zu sein und solange Sie sich vronehmen Ihr Kindbestmöglich in seiner Entwicklung zu fördern, und solange Sie sich täglich vornehmen selbstkritisch zu bleiben und zu reflektieren, ob alles so richtig ist wie Sie es tun, solange garantiere ich Ihnen, wird Ihr Kind zwangsläufig den besten Vater oder die beste Mutter haben.

Herzlichst Ihr Rüdiger Bendel

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